Podiumsdiskussion des Interkulturellen Forums zum Tag der Menschenrechte
am 7.12.2007 im Eine Welt Haus
Gegenüber den anerkannten Menschenrechten wie Freiheit und Gleichheit bleiben die sozialen Menschenrechte in der Öffentlichkeit zumeist unberücksichtigt. Ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln, bestellbares Land, ein gesicherter Arbeitsplatz mit menschenwürdiger Entlohnung - all diese Voraussetzungen für soziale Gerechtigkeit sind uns als fundamentale Grundrechte nicht präsent. In der Politik ist es nicht anders: Im neuen UN-Menschenrechtsrat streiten sich zum Beispiel die Mitgliedsländer darüber, ob soziale Rechte überhaupt als Menschenrechte gelten dürfen. Dass diese Frage die Arbeit des Rats seit seiner Gründung blockiert, ist verständlich, denn welches Land möchte auch noch für weltweite Verletzungen dieses Menschenrechts verantwortlich gemacht werden?

Prof. Mahmood Mamdani,
Columbia University, New York
Dienstag, 22. Mai 2007, 19 Uhr
im Amerikahaus
Moderation, Übersetzung: Sophia Deeg, Übersetzerin des Buches
hier das Plakatmotiv, mehr zum Text.
Johannes Widmer hat im Rahmen seiner Bachelor-Abschlussarbeit für den Studiengang Digital Media an der Hochschule Ulm eine deutschsprachige Flashanimation über den gläsernen Bürger Paul und unser aller schöne, neue Welt der Überwachung erstellt. Zwar werden für diejenigen, die sich schon etwas in dieses Thema eingelesen haben, keine bahnbrechend neuen Erkenntnisse präsentiert.
Aber wer sich noch nie mit Datenschutz und den Möglichkeiten seines Missbrauchs beschäftigt hat, wird mithilfe dieser Website einen guten und gleichsam erschreckenden Einblick erhalten.
Der Traum von einer Welt ohne Hunger
Ingo Lierheimer vom Bayerischen Rundfunk im Gespräch mit Jean Ziegler. Er ist UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung und Mitglied der UN-Task-Force für humanitäre Hilfe im Irak.
Podcast des Bayerischen Rundfunks vom 1. Januar 2007
"Der Hunger tötet weltweit ungefähr 100.000 Menschen täglich.....
von Paul B. Kleiser
Das neueste Buch des Politologen und Anthropologen Mahmood Mamdani beschäftigt sich vor dem Hintergrund der Anschläge des 11.September mit den theoretischen Debatten und praktischen Konzeptionen der US-Außenpolitik in der "abschließenden Periode des Kalten Krieges", die er von der Niederlage der USA in Vietnam 1975 bis zum Ende der Sowjetunion ansetzt, sowie der Entwicklung des "politischen Islam", die ohne eine Analyse der US-Politik nicht zu verstehen sei. Das Buch behandelt somit vor allem die "Stellvertreterkriege" der 80er Jahre und die Weiterentwicklung des Afghanistan-Konfliktes in den 90er Jahren. Im Unterschied zu vergleichbaren Büchern von Tariq Ali, Gilbert Achcar oder John Cooley geht es auch auf die afrikanischen Konfliktherde (Kongo, Angola, südliches Afrika, Liberia) ein.
Die Frente de Acciones por Colombia
Breites Bündnis für Kolumbien
ist eine Front sozialer und Volksbewegungen, politischer Parteien und von Einzelpersönlichkeiten. Ihr gehören auch fortschrittliche Kräfte aus kirchlichen Kreisen, aus dem Kulturbereich, den Gewerkschaften und den Bewegungen gegen den Rassismus, Studenten, Bauern, Arbeitende und Arbeitslose an, Menschen, die über das Anwachsen terroristischer Aktionen besorgt sind, hinter denen ideologisch das unmenschlichste Imperium in der Geschichte der Menschheit steht und die in Kolumbien durch die Regierung von Dr. Álvaro Uribe ausgeführt werden.
Die Entdeckung des Individuums als Grundlage der europäischen Moderne
und der Idee der Menschenrechte
Die Idee, dass jedem Menschen Freiheitsrechte zustehen, dass er darin gleich zu behandeln sei und der Staat diese Rechte nicht verletzen dürfe, gilt als eine der Grundlagen der europäischen Moderne.
Diese Forderung, sei es die allgemeine Handlungsfreiheit, Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit oder die Gleichbehandlung vor einem Gericht, setzt aber voraus, dass der Mensch als einzelnes Individuum gedacht wird.
Zum fünften Mal hat Reporter ohne Grenzen am 23.10. 2006 die Rangliste zur weltweiten Situation der Pressefreiheit veröffentlicht.
Dafür hat ROG die Situation in 166 Ländern zwischen September 2005 und August 2006 ausgewertet (die USA und Israel wurden zweimal gelistet: für das Land selber und das Vorgehen im Irak bzw. in den Palästinensischen Gebieten).
Träger: Interkulturelles Forum e.V., Schwanthalerstr. 80, 80336 München
im EineWeltHaus
Ansprechpartner für diese Website: Andreas Bock c/o Interkulturelles Forum, Schwanthalerstr. 80, 80336 München
Mail an IK Forum: info(at)ik.forum.de • Mail an die Webmaster: webmaster(at)menschenrechtsforum.de

Die Podiumsdiskussion fand im Instituto Cervantes
(ehem. Marstallstr.) am 8.12.2006 statt.
Begrüßung und einführende Worte von Sophia Deeg
Vorstellung der Referenten - Konzeption der Veranstaltung
Bis zum heutigen Tag der Menschenrechte gab es in der Welt wieder unzählige Menschenrechtsverletzungen.
Die spektakulärsten wurden bekannt: Gegen die massiven Angriffe der USA auf die Menschenwürde in Abu Ghraib und Guantanamo wurde weltweit protestiert. Scheinbar hilflos ist aber die Reaktion auf die Vergehen der israelischen Regierung an der palästinensischen und libanesischen Zivilbevölkerung oder des russischen Staates an den Menschen in Tschetschenien. Ein neuer UN-Menschenrechtsrat wurde gegründet, wie es heißt, um die Menschenrechtsverletzungen international konsequenter zu verfolgen.